Die Zukunft ist grün. Verantwortungsbewusste Unternehmen suchen in Zeiten des Klimawandels nach Wegen, wie sie das Green Office Realität lassen werden können. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag, wie sich Ihr Stromverbrauch mit einfachen Mitteln reduzieren lässt. 

Wie wird in einem Büro Strom verbraucht? Hauptursachen für Stromverbrauch im Büro sind naheliegenderweise Bürogeräte und künstliche Beleuchtung. Zudem können Büroräume über eine Lüftungsanlage oder eine Klimaanlage verfügen, die zusätzliche Energie beansprucht. Der durchschnittliche Stromverbrauch pro m² Bürofläche und Jahr liegt laut von der Wirtschaftskammer Österreich errechneten Zahlen bei 120 kWh/m²a. Der Heizenergieverbrauch pro m² Bürofläche und Jahr beträgt ihr zufolge 100 kWh/m²a. Doch diese Zahlen lassen sich stark senken, wenn man weiss, wie. 

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Es lohnt sich ein prüfender Blick auf Ihre Computer und Drucker etc., Ihre Konzepte und Anlagen zur Beleuchtung sowie Ihre Gewohnheiten und Apparate betreffend Lüftung und Klimatisierung. An all diesen Orten schöpfen die wenigsten Büros ihr Sparpotential annähernd voll aus. Wenn Sie hier das Ruder herumreissen, tut das nicht nur der Umwelt gut, sondern wirkt sich auch positiv auf Ihre Kosten aus. Die Gründe sind also sehr gut – Zeit, sich die Massnahmen anzuschauen!

Geräte

Eine ganz einfache Grundregel: Sie sollten Bürogeräte erst einschalten, wenn Sie sie benötigen, und sie abschalten, also vom Netz trennen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. An einer USV (Anlage zur unterbruchsfreien Stromversorgung) sollten Sie nur die allerwichtigsten Geräte anschliessen. Bei Geräten, die einen Energiesparmodus haben, sollten Sie diesen aktivieren. Wenn Sie neue Geräte kaufen, achten Sie auf das Energielabel A. Dieses Label kennzeichnet Geräte, die keine Stromfresser sind, sondern besonders effizient mit Energie umgehen. 

Beleuchtung

Nutzen Sie so oft wie möglich das Tageslicht statt künstlichem Licht! Viele Büros schliessen bei ihren Fenstern die Storen, damit das Sonnenlicht nicht auf die Monitore fällt und so die angezeigten Elemente schwer erkennbar macht. Es gibt aber Lösungen für dieses Problem: Stellen Sie die Sitzordnung so um, dass die Monitore möglichst nicht betroffen sind, und schauen Sie sich nach Storen um, welche das Tageslicht nur oben in das Büro hereinlassen. So können Sie das natürliche Licht anstelle von Neonröhren nutzen, ohne mit zusammengekniffenen Augen vor den Bildschirmen sitzen zu müssen. Und ein bisschen Sonnenlicht bei der Arbeit tut Ihren Mitarbeitenden sowieso gut. 

In Räumen, in denen Sie nicht durchgehend Licht brauchen, ist die Installation von Bewegungsmeldern eine Überlegung wert, damit das Licht dort nur dann brennt, wenn auch jemand da ist, der es benötigt. Im Treppenhaus, in Korridoren und Nebenräumen bietet sich dies besonders an. Sie können auf diese Weise dort bis zu 60% Strom sparen.

Lüftung

Läuft Ihre Lüftung auch ausserhalb der Arbeitszeiten? Das ist nicht nötig und bietet viel Einsparpotential. Im Sommer kann sich die Nachtauskühlung lohnen, eine energieeffiziente Methode der Gebäudelüftung. Automatisch gesteuerte Fenster leiten dabei die Wärme im Büro während der Nacht nach draussen und kühle Nachtluft nach innen. Im Winter können Sie zum Stromsparen einen Wärmetauscher einsetzen. Er überträgt Energie von sich bewegenden Stoffen (Wasser, Luft, Gase) auf andere Stoffe. So kann er etwa die Restwärme Ihres Heizkreislaufes nutzbar machen, damit bis zu 60% der Energie, die schon aufgewendet wurde, wiederverwertet werden können. Ab 4 kW Leistung und Laufzeiten von über 1000 Jahresstunden lohnt sich eine genauere Untersuchung Ihrer Lüftung, sagt energie.ch.

Klimatisierung

Betreffend Raumtemperatur gilt grundsätzlich: Nicht zu viel und nicht zu wenig. In Büroräumen mit Computern ist eine Temperatur von bis zu 26°C für die Zuverlässigkeit der Geräte ungefährlich. Denken Sie an die Aussentemperatur: Im Winter etwa können Sie auch nur mit Aussenluft kühlen und die Abwärme zum Heizen des Büroraumes nutzen. Wenn Sie regelmässig alle einen Pullover tragen oder alle Fenster aufreissen müssen, sollten Sie betreffend Raumtemperatur über eine Änderung nachdenken. Ausserhalb der Bürozeiten sollte die Temperatur automatisch abgesenkt werden. Thermostatventile sind dazu empfehlenswert. Eine um 1 Grad tiefere Raumtemperatur spart bereits rund 6% Heizenergie ein.

Fazit

Das Green Office klingt vielleicht für manche wie eine schöne Utopie – in der Theorie ein nettes Konzept, aber nicht wirtschaftlich umsetzbar. In diesem Post sollte Ihnen klar geworden sein, dass an dieser Vorstellung herzlich wenig dran ist. Energiesparen im Büro ist ganz praktisch und ohne grossen Aufwand machbar. Der meiste Strom, der sich einsparen lässt, wird sowieso bereits unnötig verbraucht, sodass Sie im Endeffekt sogar wirtschaftlicher unterwegs sind, wenn Sie hier umweltbewusst vorgehen. Sie brauchen nur kurz über Ihre Geräte, Ihre Beleuchtung, Ihre Lüftung und Ihre Klimatisierung nachzudenken, um entscheidende Schritte in Richtung Green Office zu machen. Wir wünschen Ihnen dabei viel Erfolg.


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