Mit Greta Thunberg und Fridays for Future ist Umweltschutz wieder zum brandaktuellen Thema geworden. Immer mehr Büros wollen zum «Green Office» werden. Wir geben Ihnen ein paar Tipps, damit auch Sie Ihr Büro klimafreundlich gestalten können.

Umweltschutz geht uns alle etwas an. Egal, welches Argument wir dagegen vorbringen möchten: Wenn wir unseren Planeten lebensfeindlich machen, spielt es keine Rolle mehr. Und wie Autor und Satiriker Marc-Uwe Kling treffend zu bedenken gibt, muss die Motivation für den Umweltschutz noch nicht einmal von der Bedrohung des Klimawandels herrühren. So oder so wäre es wünschenswert, wenn wir etwa unsere Luft- und Wasserqualität wieder verbessern und unsere Abhängigkeit von Öl reduzieren könnten.

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Lauter einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) von 2018 arbeiten 25 % aller Deutschen in Branchen, in denen überwiegend Büroarbeit verrichtet wird. In der Schweiz dürfte es sich ähnlich verhalten. Viele von uns verbringen viel Zeit im Büro, und daher lohnt es sich, darüber nachzudenken, wie dort Umweltschutz aktiv umgesetzt werden kann. Und das tun auch immer mehr Firmen: Die Umweltschutzorganisation myclimate vermeldet in den letzten Monaten einen Anstieg an Anfragen betreffend Umweltberatung von mehreren hundert Prozent. Damit auch Sie loslegen können, folgen nun unsere 7 Tipps für Ihr Green Office.

1. Umweltbilanz erstellen

Um die Lage zu sondieren und Ihre Potentiale aufzudecken, ist es wichtig, dass Sie zuerst einmal in Erfahrung bringen, wo in Ihrem Unternehmen überhaupt wie viele Emissionen von Treibhausgasen entstehen und wo Sie viele Ressourcen wie Papier verbrauchen. Auch der Strom- und Wärmeverbrauch und der Abfall Ihres Büros sowie die durch Mobilität (z.B. Geschäftsreisen, Transporte) und Produktion verursachten Emissionen gehören zu einer solchen Analyse.

2. Auf Ökostrom umsteigen

Ein relativ leicht vorzunehmender Schritt in die richtige Richtung ist es, ihr Büro nicht mehr von einem normalen Strommix versorgen zu lassen und stattdessen auf Ökostrom umzusteigen. Gewöhnlich ist diese Umstellung jährlich schnell und einfach mit dem Stromanbieter zu vereinbaren.

3. Ökologische Mobilität fördern

Ein Büro, das etwas für den Umweltschutz tun will, kann sich überlegen, seinen Mitarbeitenden den öffentlichen Verkehr oder das Velo schmackhaft zu machen. Der ÖV in der Schweiz ist bekanntlich hervorragend und bringt daher kaum Flexibilitätseinbussen mit sich. Daher kann man seine Angestellten als Entscheidungsträger guten Gewissens mit Belohnungen zur Nutzung von Bus und Bahn bewegen. Es gibt auch die Möglichkeit, günstig Firmenvelos anstelle von Firmenautos anzubieten, etwa bei «zweiradgeber».

4. Übergreifendes Mobilitätskonzept aufbauen

Um die ganze geschäftsbezogene Mobilität der Büromitarbeitenden ökologischer zu gestalten, kann ein Mobilitätskonzept hilfreich sein, das Regeln und Ziele für die Reisen der Angestellten (z.B. Aussendienst) und die Gesamtemissionen festlegt. So haben Sie Ihre Mobilitätsemissionen im Griff.

5. Digitalisieren statt Drucken

Um grundsätzlich weniger drucken zu müssen, ist es ratsam, die Möglichkeiten der Technik zu nutzen, um klassisch papierbasierte Prozesse digital abzuwickeln. Ein paar Möglichkeiten sind etwa ein digitales Rechnungssystem, ein PDF-Drucker als Standarddrucker für alle Mitarbeiter oder automatische elektronische Speicherung und Verarbeitung von Faxen.

6. Print & Follow-Lösungen

In Teams, die sich einen oder mehrere Drucker teilen, kommt es vor, dass mehrere Mitarbeitende gleichzeitig Dokumente am selben Gerät ausdrucken möchten. So müssen viele Angestellte auf ihre Dokumente warten, und das macht ungeduldig. Dann passiert es immer wieder, dass Leute ihren Druckauftrag noch ein paar Mal erteilen und/oder ihn zusätzlich über einen anderen Drucker abwickeln. So steigt die Anzahl unnötig verbrauchter Blätter ohne Not stark an.

Die Lösung heisst «Print & Follow». Damit können alle Mitarbeitenden zu jedem Drucker im Büro gehen und dort ihren Ausdruck erhalten. Es braucht dafür nicht mehr als eine PIN-Identifikation oder eine andere Lösung direkt am Drucker. MyQ oder PaperCut von KYOCERA sind optimale Print & Follow-Programme

7. «Nudging»

Der Weg zu effektivem Umweltschutz im Büro führt zu grossen Teilen durch die Köpfe der Mitarbeitenden. Wenn Sie Ihren ökologischen Fussabdruck reduzieren wollen, dann müssen Ihre Mitarbeitenden mitziehen, und damit das klappt, müssen Sie eine entsprechende förderliche Umgebung schaffen. Mit einfachen Massnahmen können Sie sogenanntes «Nudging» umsetzen, also Anreize schaffen, die die Dinge in die richtige Richtung lenken.

Sie können zum Beispiel die Anzahl der Drucker und Papierkörbe im Büro reduzieren, damit die Mitarbeitenden weitere Wege zurücklegen müssen, wenn sie etwas ausdrucken wollen. Der Onlinehändler Connox GmbH hat zudem das sogenannte «Prinzip der leeren Tische» etabliert. Gründer Thilo Haas erklärt es folgendermassen: «Wer abends seinen Schreibtisch verlässt, darf nichts mehr auf selbigem liegen haben. Daher wurden beispielsweise auch die allseits bekannten Ablage-Fächer im ganzen Unternehmen verbannt.» So lässt sich das Bewusstsein der Mitarbeitenden für den Papierverbrauch steigern, was sie unaufdringlich dazu anhält, ihre Arbeitsweise umweltfreundlicher zu gestalten.

Danke für Ihr Engagement!

Wie Sie sehen, ist der Weg zum umweltfreundlichen Büro weder besonders kompliziert, noch sehr teuer oder stark einschränkend. Analysieren Sie Ihre Lage und fangen Sie mit den einfachsten Schritten an, und schon sind Sie auf dem Weg zum Büro der Zukunft, dem Green Office. So sind Sie nachhaltig unterwegs und tun etwas für Ihr Gewissen und nebenbei auch Ihr Image. Die Natur und Ihre Mitmenschen werden es Ihnen danken!

 

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